Gin: der Trendsetter unter den Spirituosen

Das Wacholderdestillat findet in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr Liebhaber. Rund 190 Gin Sorten gab es in 2018 in Deutschland. Er liegt im Trend und ist eine perfekte Spirituose, um neue Getränke zu mischen. Ein qualitativ hochwertiger Gin ist etwas für Liebhaber des Besonderen. Er steht für einen außergewöhnlichen Lebensstil.

Gin gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Herb und würzig ist ebenso vertreten wie frisch und fruchtig. Es kommt immer mehr Auswahl auf den Markt und längst wird auch Gin angeboten, der in Deutschland gebrannt wurde.

Gin wird eher selten pur getrunken (obwohl das natürlich auch möglich ist, insbesondere bei den qualitativ hochwertigen Gins von Markus Wurth). Er wird oft in Kombination mit Tonic Water genossen. Ein Gin Tonic ist ein Klassiker unter den Spirituosen. Es ist ein Lifestyle-Drink, der auch optisch sehr ausdrucksstark gestaltet werden kann.
In letzter Zeit wird aber auch ein Negroni immer beliebter. Dieser Aperitif wird ebenfalls mit dem Wacholderdestillat zubereitet.

Inhaltsstoffe Gin

Der Alkohol im Gin entsteht durch das Destillieren von Melasse oder Getreide. Seinen typischen Geschmack erhält er durch die Aromatisierung v.a mit Wacholder und Koriander. Weitere Inhaltsstoffe hängen vom Brenner ab. Möglich sind z.B. Ingwer, Orangenschalen oder Muskat.

Zum Aromatisieren während der Gin-Destillation gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder werden die Dämpfe, die während der Destillation entstehen, direkt über die jeweiligen Gewürze geleitet. Dabei nehmen sie die Aromastoffe auf. Eine andere Möglichkeit ist es, die Gewürze direkt in den Alkohol einzulegen und mit zu destillieren.

Gin enthält laut Gesetz der Europäischen Union einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent. Da die Gewürze den Geschmack des Gins aber unrund wirken lassen können, ist der Alkoholgehalt meist höher.

Herkunft des Gins

Die weit verbreitete Auffassung, dass Gin aus England oder Irland stammt, ist nicht richtig. Kaum jemand weiß, dass Gin ursprünglich aus den Niederlanden kommt.

Erst als der niederländische König Wilhelm von Oranien-Nassau im 17. Jahrhundert auch König von England wurde, kam der Gin nach Großbritanien.
Hier förderte er die Ginproduktion und jeder in England durfte den Alkohol selbst produzieren – auch ohne Genehmigung. Importbeschränkungen und Zölle für andere Alkohole führten dazu, dass sich die Ginproduktion in England extrem verbreitete.

Gin Tonic

Gin wird oft als Gin Tonic getrunken. Dieses Getränk wird wohl auf keiner Cocktailkarte auf der ganzen Welt fehlen.
Kaum einer kennt aber die Geschichte hinter dem Gin Tonic.

Er wurde eigentlich als Vorbeugung gegen Malaria hergestellt. Die englischen Truppen in Indien sollten Anfang des 19. Jahrhunderts vermehrt Chinin einnehmen, um sich vor der Krankheit zu schützen.
Um die Einnahme erträglicher zu machen, fügten sie etwas Wasser, Zucker und Limette zum Chinin hinzu. Dazu kam noch ein Schluck Gin – und schon war der erste Gin Tonic entstanden.

Gin: pur genießen oder als Cocktail?

Obwohl Gin pur natürlich möglich ist, wird er doch meist als Cocktail oder Aperitif genossen. Neben dem Negroni ist vor allem der Tom Collins, der Gimlet und der Gin Fizz bekannt.

Der Gin Fizz zählt zu legendärsten Cocktail der Welt. Zusammen mit frisch gepresstem Zitronensaft, Soda und Zuckersirup ist er erfrischend mit einer bitteren Note.

Der Tom Collins hat ähnliche Zutaten, allerdings wird für seine Herstellung nur gesüßter, fassgelagerter Gin benutzt und die Zusammensetzung des Cocktails unterscheidet sich von einem Gin-Fizz.

Ein Gimlet besteht aus Gin, Limejuice und Limettensaft.